Schirm und Fotoapparat: Kamera schützen und trotzdem auslösen
Wer bei Regen fotografieren möchte, steht vor einem praktischen Problem: Die Kamera braucht Schutz vor Nässe, gleichzeitig müssen beide Hände frei bleiben, um scharf zu stellen, den Auslöser zu drücken und das Objektiv auszurichten. Ein gewöhnlicher Taschenschirm lässt sich nicht halten, während Sie die Kamera bedienen. Die Lösung liegt in der Wahl des richtigen Schirmtyps und in durchdachten Handgriffen, die Technik und Wetterschutz verbinden.
Stockschirm mit geradem Griff für Schulter und Nacken
Ein Stockschirm mit geradem Holz- oder Kunststoffgriff lässt sich zwischen Schulter und Nacken einklemmen, sodass der Schirm schräg über Ihnen steht. Der Griff liegt dabei auf der Schulter auf, das Dach neigt sich leicht nach vorn. Diese Haltung gibt Ihnen beide Hände frei, um die Kamera zu halten und zu fokussieren. Achten Sie darauf, dass der Griff rutschfest ist und der Schirm ein Gewicht von höchstens 400 bis 500 Gramm hat, damit er nicht von der Schulter rutscht. Ein Durchmesser von 100 bis 110 Zentimetern reicht aus, um Oberkörper und Kamera trocken zu halten.
Automatikschirm mit einer Hand öffnen
Wenn Sie die Kamera bereits in der Hand halten und plötzlich Regen einsetzt, hilft ein Automatikschirm mit Druckknopf. Sie öffnen ihn mit einer Hand, während die andere die Kamera sichert. Modelle mit Auf-Zu-Automatik lassen sich ebenso schnell wieder schließen, sobald Sie unter einem Vordach stehen oder in ein Gebäude wechseln. Für Herrenschirme mit Automatik liegt die Länge geschlossen meist bei 85 bis 95 Zentimetern, geöffnet erreichen sie 105 bis 115 Zentimeter Spannweite.
Schirmdach tief halten und nach vorn neigen
Halten Sie das Schirmdach tief und neigen Sie es leicht nach vorn, sodass das Objektiv im Trockenen bleibt. Die Kamera führen Sie dicht unter dem vorderen Rand des Schirms, ohne dass der Stoff ins Bild ragt. Bei Wind drehen Sie sich so, dass der Regen von hinten oder von der Seite kommt, dann schützt das Dach besser. Ein Schirm mit acht Streben aus Fiberglas federt Böen ab und bleibt stabil, während Sie die Kamera ruhig halten.
Material und Pflege nach dem Einsatz
Ein Bezug aus Polyester mit dichter Webart hält feinen Nieselregen ab, ohne dass Tropfen durchschlagen. Nach dem Fotografieren öffnen Sie den Schirm vollständig und lassen ihn an einem trockenen Ort stehen, bis die Bespannung trocken ist. Klappen Sie ihn nicht nass zusammen, sonst bilden sich Stockflecken. Das Gestell wischen Sie mit einem trockenen Tuch ab, besonders die Gelenke und den Schieber. Hochwertige Regenschirme mit Metallstreben rosten nicht, wenn Sie sie nach jedem Einsatz trocknen lassen.
Rucksack und Umhängegurt kombinieren
Tragen Sie die Kamera an einem Umhängegurt, der über Kreuz auf dem Rücken liegt, haben Sie sie sofort griffbereit und müssen sie nicht in eine Tasche packen. Der Schirm bleibt in der linken Hand, die rechte bedient Auslöser und Einstellrad. Ein kleiner Rucksack für Wechselobjektive sollte wasserabweisend sein und unter dem Schirm auf dem Rücken bleiben. So schützen Sie Ausrüstung und Kamera gleichzeitig, ohne zwischen Taschen und Schirm jonglieren zu müssen.
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