Schirm im Zug: Gepäckablage, Nachbaren und tropfende Nässe
Wer mit der Bahn reist und einen nassen Regenschirm dabei hat, steht vor praktischen Fragen: Wohin mit dem tropfenden Gestell, ohne Sitze oder Mitreisende zu bespritzen? Passt ein langer Stockschirm überhaupt in die Ablage? Und wie lässt sich der Schirm so verstauen, dass er weder im Weg liegt noch beschädigt wird? Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Ihren Schirm im Zug sicher und rücksichtsvoll unterbringen.
Stockschirm oder Taschenschirm: Was passt besser ins Zugabteil?
Ein Stockschirm mit 90 bis 100 Zentimeter Länge findet in der Gepäckablage über den Sitzen meist nur quer Platz. Viele Modelle ragen dann über die Kante hinaus oder blockieren den Platz für andere Taschen. Taschenschirme mit einer gefalteten Länge von 25 bis 35 Zentimetern lassen sich dagegen problemlos in der Ablage, im Rucksack oder in der Seitentasche verstauen. Wer häufig Bahn fährt, profitiert von einem kompakten Modell mit stabilem Gestell aus Fiberglas oder Stahl, das sich nach dem Aussteigen schnell griffbereit verstauen lässt.
Nassen Schirm richtig ablegen: Boden, Haken oder Ablage
Nach einem Regenschauer tropft der Bezug oft noch minutenlang nach. Legen Sie den geschlossenen Schirm mit der Spitze nach unten auf den Boden neben Ihren Sitz oder lehnen Sie ihn an die Wand beim Einstieg. Viele Intercity- und Regionalzüge bieten Haken an den Sitzlehnen oder neben den Türen. Achten Sie darauf, dass der Griff nicht in den Gang ragt und niemand darüber stolpern kann. In der Gepäckablage sollten Sie den Schirm nur dann platzieren, wenn er trocken ist oder Sie ihn in eine wasserabweisende Hülle stecken.
Tropfwasser vermeiden: Schirm vor dem Einsteigen ausschütteln
Schütteln Sie den geöffneten Schirm vor dem Betreten des Zuges kräftig aus, damit grobe Wassertropfen abfallen. Schließen Sie ihn dann und wischen Sie den Bezug mit der Hand oder einem Tuch ab. So reduzieren Sie die Nässe um etwa die Hälfte. Manche Bahnhöfe stellen Schirmständer oder Abtropfgitter bereit. Nutzen Sie diese, wenn Sie einige Minuten Zeit haben. Ein Schirm mit Polyester-Bezug trocknet schneller als einer aus Baumwolle, bleibt aber länger feucht als ein Modell mit Teflonbeschichtung.
Rücksicht auf Mitreisende: Abstand halten und Platz schaffen
Stellen Sie Ihren Schirm so ab, dass er weder Nachbarn noch deren Gepäck berührt. Ein nasser Bezug hinterlässt Flecken auf Kleidung und Taschen. Wenn Sie einen Viererplatz nutzen, legen Sie den Schirm nicht auf den freien Sitz, sondern unter Ihren eigenen oder in die Fußablage. Hochwertige Regenschirme mit lackiertem Holzgriff oder verchromtem Gestell sollten Sie nicht lose in die Ablage werfen, wo sie verkratzen können. Wickeln Sie sie in eine Stoffhülle oder legen Sie sie auf Ihre Jacke.
Schirm nach der Fahrt trocknen: Zuhause oder im Büro
Öffnen Sie den Schirm nach der Ankunft und lassen Sie ihn an einem belüfteten Ort trocknen. Stellen Sie ihn mit der Spitze nach unten in einen Schirmständer oder hängen Sie ihn an einen Haken. So läuft das Restwasser ab und der Bezug trocknet gleichmäßig. Schließen Sie den Schirm erst wieder, wenn Bespannung und Gestell vollständig trocken sind. Feuchtigkeit im geschlossenen Zustand fördert Stockflecken und Rost an den Scharnieren. Ein Schirm mit Teflonbeschichtung oder Polyamid-Bezug ist nach etwa einer Stunde trocken, Baumwolle braucht zwei bis drei Stunden.
Checkliste für den Schirm im Zug
- Vor dem Einsteigen ausschütteln und abwischen
- Kompakte Modelle in Rucksack oder Tasche verstauen
- Stockschirme mit Spitze nach unten auf den Boden stellen
- Griff nicht in den Gang ragen lassen
- Nasse Schirme nicht auf Sitze oder in die Ablage legen
- Nach der Fahrt geöffnet trocknen lassen
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